Phantom Reptiles

Farbbartagamen aller Art



Über uns


Hier möchten wir uns etwas Vorstellen. Wir hatten mal ein Interview geführt, dieses stellen wir einfach mal hier ein, damit Sie sehen wie man auch zu den tollen Bartagamen (Pogona-Vitticeps) kommen kann.



"Achtung absolute Suchtgefahr, es bleibt nie bei einem Tier oder einem Terrarium."

Wie ist ihre Interesse an der Terraristik entstanden und wie sind sie zu ihrer ersten Bartagame gekommen?

Schon im jungen Alter mit ca. 14 Jahren hatte ich öfters die bärtigen Drachen in Zooläden gesehen und war begeistert von deren Gestalt sowie Lebens und Verhaltensweisen. Damals hatte ich kein Internet, so habe ich mich durch diverse Bücher und Zeitschriften schlau über diese doch für mich neuen Tiere gemacht. Aber auch einige Gespräche mit den Angestellten von Zooläden habe ich mich informiert. Schon damals viel mir auf, dass jeder Zooladen einem was anderes erzählte. So war es ganz klar schwerer, sich seine eigene Meinung ohne persönliche Erfahrungen zu bilden. Doch natürlich wollte ich von Anfang an meinen Tieren eine optimale Haltung bieten.

So vergingen ca. 1,5 Jahre bis ich mich verantwortungsvoll genug fühlte, um mir ein Pärchen von 1.1 anzuschaffen. Damals auch leider in der Zoohandlung, da ich wie schon gesagt kein Internet hatte und auch nicht wusste, dass es auch genug private Züchter gibt. Das erste Pärchen war ein typisches Nominat-Pärchen in der Ursprungsform. Beide Tiere waren ca. 9 Wochen alt. Mit anfänglichen, nicht geplanten Problemen, ging das Wachstum nun doch um einiges schneller als erwartet und sie bekamen ein richtig schönes Terrarium. Es hatte die Größe 200x80x80 cm, was für zwei Tiere in Terrarienhaltung angemessen war, aber auch realistisch gesehen niemals an eine artgerechte Haltung herankommen würde, wenn man mal das Herkunftsland Australien betrachtet wo sie von Natur aus abstammen.

Mittlerweile nach über 8 Jahren Haltung von Reptilien aller Art, pflegen bzw. pflegten wir Tiere wie:
Warane, Grüne Leguane, Fidschi Leguane, Geckos,Chamäleon und der Bestand wird immer größer. Bartagamen gelten als ideale Einsteigertiere und sind relativ robust im Vergleich zu diversen Leguan- oder Chamäleon Arten die anfälliger für Stress, Veränderungen und des gleichen sind.

Warum gerade Bartagamen, was macht den Reiz und die Faszination dieser Tiere für Sie aus?


Wie schon kurz erwähnt haben mich diese Tiere sehr fasziniert in den Zoohandlungen. Ein weiterer, ausschlaggebender Grund war wohl auch, dass ich damals eine sehr starke Allergie gegen haarige Tiere mit Fell hatte. So kam dann die Entdeckung der Terraristik. Besonders beeindruckt hatten mich am Anfang schon die Männchen der Bartagamen, wie sie mit ihrem schwarzen Bart Imponiergehabe zeigten und klarmachten wer der Chef und dominantere im Terrarium ist. Dies zeigen gerade Agamen generell mit typischen Kopfnicken und einem aufgestellten tief gefärbten schwarzen Bart.

Wie sollte ein Terrarium gestaltet sein und welche Anforderungen haben diese Tiere a ihren Lebensraum?

Bartagamen (Pogona-Vitticeps) sind typische Wüstenbewohner deren Herkunftsland Australien ist. Dort ist es sehr heiß und trocken. Tagsüber verbringen sie viel Zeit beim Sonnenbaden und tanken ihre benötigten Strahlung was das Wachstum sowie deren Stoffwechseln bestimmt. In Gefangenschaft haben sie auch einige der Gewohnheiten wie in der Wildbahn, was im Instinkt angeboren ist. Bartagamen sind typische Lauerjäger was heißt sie warten eher auf einem bestimmten Platz bis Nahrung wie z.B.Käfer, Heuschrecken und sogar auch mal kleine Mäuse an ihr vorbei kommen um sie dann Blitzschnell mit einem kurzen Rennspurt zu schnappen um diese dann zu fressen. Im Terrarium wiederum wird man bei allen Reptilien meiner Meinung nach nie eine artgerechte Haltung ermöglichen können.

Klar kann man sich bemühen eine gute bis sehr gute Haltung zu ermöglichen, indem man große geräumige Terrarien einrichtet mit diversen Klettermöglichkeiten, die Rückwände z.B. mit einer aus Styropor gestalteten Rückwand zu fertigen was auch wiederum mehr Lauffläche bietet. Auch sollte großes Augenmerk auf die richtige und vor allem sehr helle Beleuchtung gelegt werden, da das Wohlfühlen der Tiere bei schlechtem Licht beeinträchtigt wird. Auf unserer Homepage kann man sich unser Bartagamen-ABC ansehen, welches wir aus eigenen Erfahrungen zusammengestellt haben um auch anderen Haltern bei Ratlosigkeit etwas weiterhelfen zu können.

Sind Bartagamen anfällig auf bestimmte Krankheiten?

Nicht nur Bartagamen sondern Reptilien generell können von äußerlichen als auch innerlichen Parasiten befallen werden. Zu den äußerlichen Parasiten zählen z.B. rote sowie schwarze Milben, welche meist durch unhygienische Haltung vorkommen. Die Milben kann man sich aber auch durch Futtertiere in den Bestand holen. Es gibt aber auch innere, nicht gleich zu sehenden Parasiten wie z.B. Kokziedien, Flagellaten oder auch Oxyuren sowie noch andere Arten, welche meist nur durch eine Kotprobe der Tiere nachgewiesen werden können. Bei fortgeschrittenem Status kann man sie aber auch am Tier erkennen, wie z.B. durch Dunkelfärbung, Abmagerung sowie eingefallenen Augen und der Schwanzwurzel. So bleibt einem der Gang zum reptilienkundigen Tierarzt nicht erspart.

Was sollte man beim Kauf einer Bartagame beachten?

Als erstes bin ich nicht der Freund der es empfiehlt Tiere im Zooladen oder gar in einem Baummarkt mit Zooabteilung zu kaufen. Dies kommt hauptsächlich aus Erfahrungen die mir von befreundeten anderen Züchtern nun schon öfters mitgeteilt wurden und das, was mir eben auch falsch beratene Interessenten unserer Tiere schon mitteilten. Die Problematik in diesen Läden ist ja nun schon mehr als bekannt, worauf ich hier aber nicht weiter eingehen möchte. Auch soll dies nicht heißen, dass man nie ein Tier in einem Zooladen kaufen sollte. Nur kann ich sagen, ich persönlich würde dies nicht wieder tun. Zwar habe ich bis jetzt nur einen Kauf dort getätigt, das war nämlich mein erstes Bartagamenpärchen und es ging alles gut.

Dennoch bin ich der Meinung, dass es genug gewissenhafte Hobbyzüchter gibt die solche Tiere auch anbieten. Von denen bekommt die Haltung erklärt und ausführliche Informationen die nicht nur dazu dienen Zubehör wie in einem Laden zu verkaufen.

Den Kauf bei einem direkten Züchter kann ich jedem nur empfehlen, diese trifft man meist auf diversen Börsen an oder man macht sich im Internet schlau. Beim Züchter kann man sich einen Einblick in die Haltung der Jungtiere sowie Elternteile holen und sich somit ein besseres Bild machen wie diese gehalten werden. Auch werden gerne Tipps sowie Ratschläge gegeben um den neuen Tieren ein sehr gutes Zuhause zu bieten.

Wenn bei uns Interessenten waren, haben wir schon öfters über mehrere Ecken gehört, wie begeistert sie doch von unseren Ratschlägen waren und wie bei uns die Tiere untergebracht sind. Da wir wissen, dass unsere Tiere gut untergebracht sind, haben wir uns an das Veterinäramt gewandt, das unsere Haltung, Aufzucht und Pflege mal ansehen sollte. Das Amt war mehr als begeistert von der Haltung und haben uns dies auch schriftlich bestätigt.

Auch haben wir die Sachkunde sowie diverse Fachgespräche abgelegt die auch wiederum unser Wissen auch schriftlich bestätigen sollte. Denn wir sind der Meinung, dass dies auch einen Vorteil für uns sowie unsere Interessenten ist. Denn so kann man sich sicher sein, seine neuen Pfleglinge aus einer fachgerechten Haltung und Zucht vom Züchter zu bekommen.

Ansonsten möchte ich an dieser Stelle allen Einsteiger in der Terraristik noch dies mitteilen:

Achtung absolute Suchtgefahr, es bleibt nie bei einem Tier oder einem Terrarium. Ansonsten wünsche ich allen Reptilienhalter noch viel Spaß in diesem sehr faszinierendem Hobby. Bei Fragen stehe ich gerne mit einem offenem Ohr sowie mit - wenn möglich - Ratschlägen sowie Infos zur Stelle. Erreichbar über unsere Homepage unter Kontakt, oder per Mail sowie Telefon.

Vielen Dank das Sie meine kurze Story gelesen haben.


LG Manuel